26.08.2026
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Rund 50 Interessierte liessen sich am 25. August 2025 über die Masterplanung am Standort Oberdorf Sulgen informieren. Die VSG plant in einer ersten Phase die Aufstockung des Schulgebäudes Süd. In einigen Jahren wird auch ein Ersatzneubau der Turnhalle zur Diskussion stehen müssen.
Wie in Kradolf und Schönenberg sind auch am Schulstandort Oberdorf Sulgen die vorhandenen Raumreserven weitgehend ausgeschöpft. Es sei Aufgabe der Schulbehörde, die nötigen Investitionen sorgfältig zu planen und dort umzusetzen, wo ein ausgewiesener Bedarf besteht, sagte Schulpräsidentin Andrea Müller.
Den Nachweis dazu liefert Schulleiter Michael Hefti entlang der Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen. Die Anzahl Schülerinnen und Schüler in Sulgen wird bis 2033 um rund 30 Prozent steigen. Entsprechend wird auch der Bedarf an Unterrichts-, Förder- und Betreuungsräumen zunehmen.
Etappiertes Vorgehen geplant
Wie die bauliche Entwicklung konkret aussehen könnte, erläuterte Bauherrenberater Michael Bühler. Anhand der Masterplanung zeigte er die vorgesehenen Bauphasen auf und erklärte, wie das Areal Oberdorf in den kommenden Jahren schrittweise weiterentwickelt werden könnte. Der Fokus liegt dabei auf einer etappierten Umsetzung, damit die Investitionen auf die tatsächliche Entwicklung abgestimmt werden können.
Aufstockung des Schulhauses Süd
Den ersten konkreten Schritt bildet die Aufstockung des Schulgebäudes Süd um zwei Klassenzimmer mit Gruppenräumen. Damit verbunden sind bauliche Anpassungen und Umnutzungen in den bestehenden Schulgebäuden. Bühler geht für die erste Phase von einem Investitionsvolumen von 5 Mio. Franken aus, mit einer Unsicherheit von plus/minus 25 Prozent. Darin enthalten ist auch die Neugestaltung des Pausenareals sowie die Reorganisation im Bestand.
Erst zu einem späteren Zeitpunkt dürfte auch ein Ersatzneubau der Turnhalle zur Diskussion stehen. Die erworbene Baulandreserve (Parzelle Schulstrasse 8) gibt der VSG eine hohe Flexibilität in der langfristigen Ausgestaltung des Schulareals; auch für den Fall, dass eine nächste «Behörden-Generation» ein weiteres Schülerwachstum stemmen müsste.
Neues Parkplatzkonzept für das Oberdorf
Auch die Parkplatzsituation rund um das Schulareal war am Informationsabend ein Thema. Die für den Betrieb der VSG erforderlichen 29 Parkplätze können trotz der geplanten Umgestaltung des Areals erhalten bleiben. Nicht mehr zur Verfügung stehen wird hingegen der heutige Pausenplatz, der ausserhalb der Schulzeiten regelmässig von Vereinen sowie von Besucherinnen und Besuchern kirchlicher Anlässe als Parkplatz genutzt wird.
Mit der vorgesehenen Neugestaltung und Renaturierung des Pausenplatzes fallen diese Parkierungsmöglichkeiten künftig weg. Die Schulbehörde hat deshalb frühzeitig das Gespräch mit dem Gemeinderat und der Evangelischen Kirchgemeinde gesucht.
Gemeindepräsident Andreas Opprecht erklärte, dass die Politische Gemeinde gemeinsam mit der VSG Region Sulgen und unter Einbezug der Evangelischen Kirchgemeinde ein Parkplatzkonzept für das Oberdorf erarbeiten werde. Ziel sei es, die öffentliche Parkierung langfristig sicherzustellen, die Verkehrsführung zu überprüfen und gleichzeitig den Anforderungen an eine sichere Schulwegführung Rechnung zu tragen.
Keine Option stellt für die Beteiligten der Bau einer Tiefgarage unter dem Schulareal dar. Eine solche Lösung wäre aufgrund der örtlichen Gegebenheiten technisch anspruchsvoll und mit sehr hohen Investitionskosten verbunden. Zudem würde eine Tiefgarage im Oberdorf kaum wirtschaftlich betrieben werden können.
Offener Austausch mit der Bevölkerung
Im Anschluss an die Präsentationen nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Anliegen einzubringen. Mit dem Informationsanlass hält die VSG Region Sulgen an ihrem Anspruch fest, die Bevölkerung frühzeitig und transparent über wichtige Vorhaben zu informieren.
Detailmaterial als PDF:
Präsentation der Informationsveranstaltung
Masterplanung
Machbarkeitsstudie
Rahel Müller
Ressort Kommunikation