
26.02.2026
5 min.
Die Schulbehörde traf sich am 20. und 21. Februar 2026 zu ihrer Frühjahrsklausur. Zwei Tage lang standen strategische Fragestellungen, pädagogische Entwicklungen, die Situation der Mitarbeitenden und die Erstellung der Legislaturziele im Zentrum.
Der Auftakt der Klausur führte die Behördenmitglieder zum Bio-Landwirtschaftsbetrieb Bärenmost in Opfershofen. Der zweite Tag fand im Schulhaus Donzhausen statt, wo sich die Behörde auf pädagogische und organisatorische Themen vertiefte.
Grundlage für strategische Entwicklung
Wie jedes Jahr bot die Klausur die Gelegenheit, die Rechenschaftsberichte aller Leitungspersonen zu würdigen. Die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt, wie breit das Spektrum an Führungs- und Entwicklungsaufgaben in der VSG ist und wie zuverlässig die Teams an den einzelnen Standorten arbeiten. Die Behörde nahm die Berichte mit grossem Interesse zur Kenntnis, denn sie bilden nicht nur die Momentaufnahme eines Jahres ab, sondern liefern auch Hinweise auf langfristige Entwicklungen, die die Aufmerksamkeit der Behörde erfordern.
Tiefe Fluktuation lässt auf Zufriedenheit schliessen
Ein wesentlicher Teil der Tagung galt der Frage, wie die VSG ihre Mitarbeitenden bestmöglich unterstützen kann. Die Personalsituation präsentiert sich stabil: 194 Mitarbeitende arbeiten in einem Umfang von insgesamt 163.9 Vollzeitstellen. Die Fluktuation blieb mit nur 5.2 Prozent weiterhin sehr niedrig. Die Schulbehörde darf auf stabile Teams zählen.
Die Ergebnisse einer Mitarbeitendenumfrage in den Primarschulen vom April 2025 bestätigen dieses Bild. Mit einer Gesamtzufriedenheit von 3.6 von 4 Punkten zeigen die Mitarbeitenden, dass sie ihre Aufgaben trotz hoher Anforderungen gut bewältigen können und sich in ihren Teams getragen fühlen. Die Behörde sieht diese Werte als ein wichtiges Signal dafür, dass Kontinuität, Verlässlichkeit und gute Führungskultur entscheidende Faktoren für die Qualität der Schule sind.
Tragfähigkeit der VSG und neue Legislaturziele
Im weiteren Verlauf der Klausur stellte sich die Behörde grundlegenden Fragen zur Zukunft der VSG. Die steigende Komplexität im Schulalltag, neue Anforderungen an Unterricht, Integration und Betreuung sowie zunehmende gesellschaftliche Erwartungen lassen keinen Raum für Stillstand. Entsprechend wichtig war es der Behörde, die Legislaturziele der Amtsperiode 2025-2029 weiter zu schärfen.
Schulraumentwicklung fordert Behörde
Die Schulbehörde nutzte die Klausurtagung auch für eine Zwischenbilanz zur Schulraumentwicklung. Nach der Genehmigung des Planungs- und Projektierungskredits läuft für den Standort Kradolf zurzeit der Projektwettbewerb. Am 24. April 2026 wird in der Mehrzweckhalle Kradolf das Siegerprojekt präsentiert, im Dezember 2026 werden die Stimmberechtigten über einen Baukredit befinden. Parallel dazu beginnt die Vorplanung für den Standort Oberdorf Sulgen, wo eine Aufstockung des Schulhauses Süd diskutiert wird.
Bestmögliche Rahmenbedingungen für alle
Die Schulraumentwicklung wird die Schulbehörde in den nächsten Monaten weiterhin stark beschäftigen. Dabei wird sie jedoch nie ihren Kernauftrag aus den Augen verlieren: die Gewährleistung eines Schulbetriebs mit den bestmöglichen Rahmenbedingungen für alle Kinder und alle Mitarbeitenden. Die neue VSG-Vision, welche die Behörde im Sommer vorstellen wird, wird das Selbstverständnis der Schule und ihre Haltung gegenüber Kindern, Eltern und Schule noch besser sichtbar machen.
Rahel Müller
Ressort
Kommunikation