
28.04.2026
4 min.
Nach einem intensiven Beurteilungsprozess konnte die Schulbehörde am 24. April 2026 das Siegerprojekt zur Erweiterung des Schulstandorts Kradolf und zur Sanierung der Mehrzweckhalle präsentieren. Mit der öffentlichen Präsentation fand das Planerwahlverfahren seinen Abschluss. Nun startet die konkrete Projektierung.
Viele Einwohnerinnen und Einwohner nutzten am 24. April die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen vom ausgewählten Projekt und sich informieren zu lassen, nach welchen Grundlagen das ausgewählte Architekturbüro das Bauprojekt vorantreiben wird.
Beurteilung dauerte einen ganzen Tag
Der Präsentation ging ein sorgfältig strukturiertes Auswahlverfahren voraus. Insgesamt hatten sich elf Architekturbüros beworben. Nach einer ersten Selektion wurden fünf Büros eingeladen, ein Projekt einzugeben. Nach dem Rückzug eines Architekturbüros verblieben noch vier Eingaben.
Bereits Ende Februar hatte ein unabhängiges Bewertungsgremium während eines ganzen Tages die vier Projekte geprüft. Die Beurteilung erfolgte anonym, nach einem klar definierten Bewertungsleitfaden und in mehreren Bewertungsrunden. Damit war sichergestellt, dass ausschliesslich die Qualität der Projekte im Vordergrund stand.
Respektvoller Umgang mit bestehendem Schulareal
Das Gremium setzte sich aus sechs Mitgliedern zusammen: einer Sachjury mit drei Vertreterinnen und Vertretern der Auftraggeberseite sowie einer Fachjury mit drei externen Fachpersonen aus Architektur und Planung. Ergänzt wurde das Gremium durch weitere Expertinnen und Experten, die beratend beigezogen wurden. Auf dieser breiten fachlichen und sachlichen Abstützung basierte die Empfehlung an die Schulbehörde.
Als Sieger des Planerwahlverfahrens ging das Architekturbüro Bürge Wendel Architekten GmbH aus Weinfelden hervor. Die Bauleitung übernimmt BLP Baumanagement aus Sulgen. Das ausgewählte Projekt «FLOSS» überzeugte die Jury durch seine klare städtebauliche Haltung und den respektvollen Umgang mit dem bestehenden Schulareal. Ziel ist es, den Standort Kradolf funktional und räumlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig seine Identität zu stärken.
Grundlage für den Baukredit
Mit der öffentlichen Präsentation wurde das Planerwahlverfahren nun abgeschlossen. In einem nächsten Schritt wird das Siegerteam das Projekt vertieft ausarbeiten. Diese Projektierung bildet die Grundlage für den Baukredit, über den an der Schulgemeindeversammlung im November 2026 abgestimmt wird.
Die Schulbehörde freute sich über die grosse Beteiligung an der Präsentation. Sie ist ein Zeichen der breiten Aufmerksamkeit, welche die Schulraumentwicklung in Kradolf geniesst. Der transparente Einbezug der Bevölkerung bleibt auch in den kommenden Projektphasen ein zentrales Anliegen.
Andrea Müller
Präsidentin VSG
Region Sulgen
Visualisierungen: Projektstand April 2026