
13.05.2026
5 min.
Wie gross ist die Schweiz eigentlich? Diese scheinbar einfache Frage lässt sich wunderbar im Schulzimmer beantworten. Oder man steigt gleich mit Sack und Pack in den Zug und erlebt es live. Genau dies taten die 5./6. Klässler vom Schulhaus Auholz Anfang Mai 2026.
Über mehrere Wochen hatten die Schülerinnen und Schüler viele Besonderheiten über die Schweiz gelernt. Was eignet sich da besser, als das Gelernte mit einer Schulreise zu festigen? Als die Lehrpersonen den Kindern den Reiseplan auf der Schweizerkarte zeigten, kam sofort Jubel auf. Und der Mann am SBB-Schalter konnte sich kaum erholen; noch nie hatte er eine solche Schulreise gebucht!
Mit prall gefüllten Rucksäcken und (trotz früher Morgenstunde) erstaunlich guter Laune brach die Klasse schliesslich am 8. Mai 2026 nach St.Gallen auf. Von dort ging es mit dem Zug weiter nach Arth‑Goldau. Bereits hier wurde klar: Die Schweiz ist zwar klein, aber sie hat es in sich, vor allem, wenn man sie an einem einzigen Tag zu einem guten Teil durchqueren will.
Hoch hinaus auf die Rigi
In Arth‑Goldau wartete mit der Zahnradbahn zur Rigi das erste Highlight. Kaum oben angekommen, öffnete sich vor der Klasse ein Panorama, das selbst gestandene Postkarten neidisch machen würde. Vor der Kulisse zum Zugersee wurde es dann kurz feierlich: Die Kinder sangen gemeinsam die Schweizer Landeshymne, die im Schulzimmer eingeübt worden war. Anschliessend ging es mit der Zahnradbahn weiter nach Vitznau. Die Beine waren noch frisch, die Augen gross, und der Tag hatte noch viel vor.
Schiff ahoi und Brückenromantik
In Vitznau wechselte die Klasse das Verkehrsmittel. Mit dem Schiff gondelte die Gruppe gemütlich nach Luzern. Eine willkommene Pause, um durchzuatmen, zu staunen und festzustellen, dass Wasser auch sehr entspannend sein kann. In Luzern standen mit der Kapellbrücke und der Museggmauer zwei Klassiker auf dem Programm. Mehr Zeit blieb nicht, denn schon ging es weiter nach Bern.
Hauptstadtluft schnuppern
In der Bundesstadt durfte das obligatorische Foto vor dem Bundeshaus natürlich nicht fehlen. Auch der Zytgloggeturm wurde aus nächster Nähe bestaunt und bewies eindrücklich, dass Zeitmessung früher ganz ohne Smartphone funktionierte. Nach so viel Geschichte und Politik führte die Reise weiter nach Zürich. Ein kurzer Abstecher an den Limmatquai reichte, um Grossstadtluft zu schnuppern, bevor sich der Kreis Richtung Heimat schloss.
Müde Beine, leuchtende Augen
Am Ende des Tages waren die Kinder müde. Sehr müde. Aber mindestens genauso begeistert. Die «Schweiz in einem Tag» hatte gehalten, was sie versprach. Distanzen wurden spürbar, Sehenswürdigkeiten lebendig und das Schulbuch bekam plötzlich ganz reale Gesichter, Berge, Seen und Städte. Eine Schulreise, die nicht nur geografisches Wissen vermittelte, sondern Erinnerungen schuf, die garantiert länger halten als jeder Zugfahrplan!
Regula Notter
und Ueli Schoch
Lehrpersonen