Mobbing erkennen & richtig handeln
Mobbing an Schulen belastet nicht nur die betroffenen Schülerinnen und Schüler, sondern wirkt sich auch auf das gesamte Klassenklima und die Lernatmosphäre aus. Je früher Mobbingsituationen erkannt und bearbeitet werden, desto besser lassen sich negative Folgen vermeiden. Dieser Leitfaden soll dabei unterstützen, mögliche Anzeichen von Mobbing frühzeitig zu erkennen, die Kinder bestmöglich zu begleiten und bei Bedarf rechtzeitig Hilfe zu holen. Unser Ziel ist es, dass Mobbingsituationen frühzeitig wie auch nachhaltig gelöst werden, damit sich alle Schülerinnen und Schüler an unserer Schule sicher, respektiert und wohl fühlen.
Von Mobbing spricht man, wenn schädigende, abwertende, ausgrenzende oder beleidigende Handlungen nicht einmalig oder wenige Male, sondern über längere Zeit wiederholend und systematisch gegen eine bestimmte Person vorgenommen werden. Es handelt sich bei Mobbing nicht um einen einmaligen Streit oder Konflikt, vielmehr um eine Ausgrenzung, welche über einen längeren Zeitraum stattfindet und dadurch eine Regelmässigkeit erkennbar ist.
Das entstehende Machtungleichgewicht führt dazu, dass sich die betroffene Person (Opfer) nicht mehr selbst schützen kann.
Mobbing kommt am häufigsten in der Schule, am Arbeitsplatz sowie im Internet (Cybermobbing) vor.
Wichtig: Nicht jeder Streit ist Mobbing – Wiederholung, Ungleichgewicht und Sichtbarkeit sind entscheidend.
| Mobbing | Konflikt |
|---|---|
| Verdeckte Aktionen | Offene Aktionen |
| Anhaltender Machtmissbrauch | Begrenzter Machtmissbrauch |
| Löst sich nicht von allein | Lösungen werden angestrebt |
Mobbing zu erkennen ist von aussen nicht einfach. Folgende Warnzeichen könnten auf eine Mobbingsituation hinweisen:
Wird das eigene Kind gemobbt, ist das für Eltern eine sehr schwierige Situation. Es kommt der Impuls auf, das eigene Kind zu schützen und sofort etwas zu unternehmen. Das ist verständlich, jedoch ist es wichtig, dass Eltern nicht überstürzt handeln. Folgendes gilt es bei dem Verdacht auf Mobbing zu beachten:
Haben Sie als Eltern das Gefühl, dass Ihr Kind Mobbing erlebt, sollten Sie dies ansprechen. Dabei gilt es Folgendes zu beachten:


Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind in der Schule Mobbing erlebt, bitten wir Sie, sich an die Lehrperson, die Schulsozialarbeit oder die Schulleitung zu wenden. Gemeinsam können wir die Situation sorgfältig klären und achtsam begleiten. Zusammen mit Ihnen und Ihrem Kind können passende Schritte entwickelt werden, um eine Lösung zu finden, damit sich die Situation auflösen kann.
Ziel: gemeinsam stark und gemeinsam Verantwortung übernehmen
Gute Zusammenarbeit ist oft der Schlüssel zur Lösung.